Prüm (red/boß) Die ehemalige Fürstabtei und Klosterstadt Prüm (721 – 1804) bekommt passend zu ihrer früheren Tradition berühmter Handschriften – unter anderem von Abt Regino und Mönch Wandalbert – ein kulturelles Kleinod.

Am Sonntag, 14. September wird um 15 Uhr im Konvikt  „Haus der Kultur“ das neue Kulturprojekt „Buchbinderei 1600“ durch Bürgermeister Aloysius Söhngen und Erwin Haßdenteufel (Deutsches Buchbindermuseums e.V.) offiziell eröffnet. Bereits um 13 Uhr beginnt das Werkstatt-Programm.
Buchbinder und Künstler Martinus Janssen hat als Projektleiter eine historische Buchbinder-,  Papierschöpf- und Druckerwerkstatt sowie eine moderne handwerkliche Buchbinderei eingerichtet. Mit der Kombination dieser klassischen „Gutenberg-Berufe“ sollen in Zukunft mit Tages- und Wochenworkshops vor allem junge Menschen angesprochen und für das Handwerk begeistert werden.
Das Kulturprojekt „Buchbinderei 1600“ unterstützt im Bereich „Lebendiges Museum“ das „Deutsche Buchbindermuseum e.V.“ und versteht sich als besonderes pädagogisches Konzept. Der Verein „Deutsches Buchbindermuseum“ unterstützt das auf Dauer in der Eifelstadt Prüm angelegte Projekt mit neu erworbenen Werkzeugen und Geräten.


Von den kostenpflichtigen Kursen, die der Künstler Martinus Janssen im Projektraum anbietet, geht ein Teil als Spende an das Deutsche Buchbindermuseum in Mainz. Als gelernter Buchbinder und Feinmechaniker hat er sich mit den Jahren berufsübergreifend weiterentwickelt und ist inzwischen durch seine umfassende Kenntnis der historischen Buchbinderei und seine ausdrucksstarken Skulpturen in der Künstlerszene sehr gefragt. Seine ungewöhnliche Herangehensweise an Substanz und Wert der alten Handwerksberufe gepaart mit seinem Engagement, beim Besucher eine Begeisterung für alte Handwerke auszulösen, machen dieses Projekt so einzigartig.
Das Vorhaben konnte mit der Unterstützung von Sponsoren aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm verwirklicht werden.

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