Verleihung Hardcover-Award 2018

 

Gastgeber Martinus Janssen, Vorsitzender des Deutschen Buchbinder Museums e.V. in historischer Gewandung (2.v.re) erläutert den Festgästen anhand der Funktion eines originalen Beschneidehobels aus früheren Jahrhunderten des Buchbindens wie wichtig die Erfassung und Dokumentation von buchbinderischen Exponaten für die Nachwelt ist. (Foto: Merkel-Köppchen)

 

Begrüßung der Festgäste anlässlich der Verleihung des Hardcover Award 2018 durch die Gastgeber Dr. Annette Ludwig, Direktorin des Gutenberg-Museums Mainz (li) und Martinus Janssen, Vorsitzender desDeutschen Buchbinder Museums e.V. in historischer Gewandung (re) sowie Erwin Haßdenteufel, stellv. Vorsitzender des Deutschen Buchbinder Museums e.V. (Mitte re) und Jörg Meißner, Kurator des Gutenberg-Museums Mainz (Mitte li). (Foto: Frank Baier)

 

Verleihung des Goldenen Hardcover-Award 2018 an Michael Birkl aus Innsbruck (3.v.re.) durch (v.li.n.re.) Hinnark Schmedt, Inhaber der Maschinenbaufirma Schmedt GmbH & Co KG aus Hamburg, Frank Baier, Chefredakteur des Fachmagazins Bindereport und Maik Beckmann, Vorsitzender des Fachverbandes Bund Deutscher Buchbinder e.V. im Gutenberg-Museum Mainz. (Foto: Merkel-Köppchen)

 

Pressebericht

Hardcover Award 2018

Zum ersten Mal war das Gutenberg-Museum in Mainz Schauplatz für die Preisverleihung des Hardcover Awards, dem einzigen länderübergreifenden Wettbewerb für handwerklich gefertigte Bücher mit festem Einband im deutschsprachigen Raum.

Seit 2013 lobt eine engagierte Fachjury, bestehend aus der Hamburger Maschinenbaufirma Schmedt, dem Fachverband Bund Deutscher Buchbinder e.V. und dem Fachmagazin Bindereport, diesen Preis aus http://www.hardcover-award.de und schließt damit eine Lücke in der Druck- und Medienbranche.

Frau Dr. Annette Ludwig, Direktorin des Gutenberg-Museums, begrüßte die zahlreichen Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, welche anlässlich der jährlichen Tagung des Bundes Deutscher Buchbinder e.V. drei Tage in Mainz weilten.

Deren Vorsitzender, Buchbindermeister Maik Beckmann als Veranstalter der Bundestagung freute sich, diesen Buchpreis ein halbes Jahrtausend nach Gutenbergs Erfindung in dessen Heimatstadt Mainz überreichen zu können.

Als Gastgeber für diese Feierlichkeit richtete Kunstbuchbinder Martinus Janssen als Vorsitzender des Deutschen Buchbinder Museums e.V.in historischer Gewandung fachliche Worte an die Gäste und bot inmitten von Buchexponaten den denkbar besten Rahmen für diesen besonderen Buchpreis.

Der Gewinner Michael Birkl aus Innsbruck erhielt den goldenen Award aus den Händen von Hinnark Schmedt, Inhaber der Schmedt GmbH&Co KG aus Hamburg, Frank Baier, Chefredakteur des Fachjournals Bindereport und Maik Beckmann, Vorsitzender des Bundes Deutscher Buchbinder e.V..

Das Deutsche Buchbinder Museum e.V. mit Sitz in Mainz sammelt und erfasst seit über 50 Jahren alles, was mit Buchbinderei zu tun hat und für die Zukunft von Bedeutung ist.

https://deutschesbuchbindermuseum.de/

http://www.gutenberg-museum.de

Mainz, den 17.Mai 2018

Pressestelle des Deutschen Buchbinder Museums e.V. :Christine Merkel-Köppchen,
Am Bahnhof 12, 55239 Gau-Odernheim, Tel: 06733-7756, Mail: buchbindermuseum@buchwerkstatt.de
Geschäftsstelle des Deutschen Buchbinder Museums e.V. : Erwin Hassdenteufel,
Pfädchengasse 9, 55127 Mainz, Tel: 06131-472651,  info@buchbinderei-hassdenteufel.de

Barocke Buchbinderkanne für das Gutenberg-Museum

Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse, die Direktorin des Gutenberg-Museums, Dr. Annette Ludwig, und der Vorsitzende des Deutschen Buchbinder Museums e.V., Martinus Janssen, gaben in einer feierlichen Präsentation
einer zierlichen, barocken Zinnkanne in Buchform aus Österreich ihr neues Zuhause in Mainz im Gutenberg-Museum.
Sie geht nach einer Reise mit vielen Umwegen in den Besitz des Deutschen Buchbinder Museums e.V. über, welches im Gutenberg-Museum beheimatet ist. In die Kanne mit Schraubverschluss sind auf der einen Seite der Heilige Franziskus eingraviert und auf der anderen Seite die Namen der stiftenden Buchbindergesellen mit der Jahreszahl 1734.

Frau Grosse betonte die Wichtigkeit dieses Zunftgegenstandes aus dem Barock für die umfangreichste deutsche Sammlung an buchbinderischen Exponaten wegen ihrer Seltenheit. Viele dieser überaus fein gearbeiteten Objekte wurden wegen ihres Materialwertes wieder eingeschmolzen und sind der Nachwelt als Kulturgut unwiederbringlich verloren gegangen.

Frau Dr. Ludwig zeigte sich sehr erfreut über den Neuzugang und bescheinigt der Zinnkanne perfekte Voraussetzungen für das museumspädagogische Konzept des zukünftigen Gutenberg-Museums. Eine neue Erfahrbarkeit der Objekte und die Anziehungskraft des Analogen spielten dabei eine große Rolle.

Martinus Janssen warb für diesen besonderen Zusammenschluss und klärte darüber auf, dass jede interessierte Einzelperson oder jedes Unternehmen Mitglied im Deutschen Buchbinder Museum e.V. werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, einen Beitrag zur Erhaltung des Kulturgutes „Buch“ im Hinblick auf seine Herstellung für kommende Generationen zu leisten.

Als eindrucksvollen Schlusspunkt schilderte Erwin Hassdenteufel, stellvertretender Vorsitzender des Vereines, dass die Buchbinderkanne den beiden Museen bereits 1964 zum Ankauf angeboten worden war. Sie wurde aus den Augen verloren und nach vielen Umwegen 2017 von den Erben des ehemaligen Besitzers, einem Buchbindermeister aus Österreich, nach Mainz, in die Heimat Johannes Gutenbergs verkauft.

Text: Christine Merkel-Köppchen
Bild: Christine Merkel-Köppchen
Mainz, 10. August 2017