Barocke Buchbinderkanne für das Gutenberg-Museum

Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse, die Direktorin des Gutenberg-Museums, Dr. Annette Ludwig, und der Vorsitzende des Deutschen Buchbinder Museums e.V., Martinus Janssen, gaben in einer feierlichen Präsentation
einer zierlichen, barocken Zinnkanne in Buchform aus Österreich ihr neues Zuhause in Mainz im Gutenberg-Museum.
Sie geht nach einer Reise mit vielen Umwegen in den Besitz des Deutschen Buchbinder Museums e.V. über, welches im Gutenberg-Museum beheimatet ist. In die Kanne mit Schraubverschluss sind auf der einen Seite der Heilige Franziskus eingraviert und auf der anderen Seite die Namen der stiftenden Buchbindergesellen mit der Jahreszahl 1734.

Frau Grosse betonte die Wichtigkeit dieses Zunftgegenstandes aus dem Barock für die umfangreichste deutsche Sammlung an buchbinderischen Exponaten wegen ihrer Seltenheit. Viele dieser überaus fein gearbeiteten Objekte wurden wegen ihres Materialwertes wieder eingeschmolzen und sind der Nachwelt als Kulturgut unwiederbringlich verloren gegangen.

Frau Dr. Ludwig zeigte sich sehr erfreut über den Neuzugang und bescheinigt der Zinnkanne perfekte Voraussetzungen für das museumspädagogische Konzept des zukünftigen Gutenberg-Museums. Eine neue Erfahrbarkeit der Objekte und die Anziehungskraft des Analogen spielten dabei eine große Rolle.

Martinus Janssen warb für diesen besonderen Zusammenschluss und klärte darüber auf, dass jede interessierte Einzelperson oder jedes Unternehmen Mitglied im Deutschen Buchbinder Museum e.V. werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, einen Beitrag zur Erhaltung des Kulturgutes „Buch“ im Hinblick auf seine Herstellung für kommende Generationen zu leisten.

Als eindrucksvollen Schlusspunkt schilderte Erwin Hassdenteufel, stellvertretender Vorsitzender des Vereines, dass die Buchbinderkanne den beiden Museen bereits 1964 zum Ankauf angeboten worden war. Sie wurde aus den Augen verloren und nach vielen Umwegen 2017 von den Erben des ehemaligen Besitzers, einem Buchbindermeister aus Österreich, nach Mainz, in die Heimat Johannes Gutenbergs verkauft.

Text: Christine Merkel-Köppchen
Bild: Christine Merkel-Köppchen
Mainz, 10. August 2017

 

 

 

drupa? Wir sind da!

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Halle 13 C51: Da sind Wir!   

Das Deutsche Buchbinder Museum

in Zusammenarbeit mit

dem Gutenberg Museum-Mainz

 

Unverkennbar!

Während auf der diesjährigen drupa (der weltgrößten Fachmesse für Printmedien) in Düsseldorf das Neuste der Druck- und weiterverarbeitenden Industrie vorgestellt wird, präsentieren wir das traditionelle, seit Jahrhunderten angewandte Handwerk.

Martinus Janssen wird auf der diesjährigen Messe auch als Vertreter des Buchbinder Museums in Zusammenarbeit mit dem Gutenberg Museum Mainz in HALLE 13 C51 zu finden sein. Lassen sie sich vom traditionellen Buchbindehandwerk inspirieren. Sprechen sie uns an.

Kulturprojekt „Buchbinderei 1600“ im Prümer Konvikt

Prüm (red/boß) Die ehemalige Fürstabtei und Klosterstadt Prüm (721 – 1804) bekommt passend zu ihrer früheren Tradition berühmter Handschriften – unter anderem von Abt Regino und Mönch Wandalbert – ein kulturelles Kleinod.

Am Sonntag, 14. September wird um 15 Uhr im Konvikt  „Haus der Kultur“ das neue Kulturprojekt „Buchbinderei 1600“ durch Bürgermeister Aloysius Söhngen und Erwin Haßdenteufel (Deutsches Buchbindermuseums e.V.) offiziell eröffnet. Bereits um 13 Uhr beginnt das Werkstatt-Programm.
Buchbinder und Künstler Martinus Janssen hat als Projektleiter eine historische Buchbinder-,  Papierschöpf- und Druckerwerkstatt sowie eine moderne handwerkliche Buchbinderei eingerichtet. Mit der Kombination dieser klassischen „Gutenberg-Berufe“ sollen in Zukunft mit Tages- und Wochenworkshops vor allem junge Menschen angesprochen und für das Handwerk begeistert werden.
Das Kulturprojekt „Buchbinderei 1600“ unterstützt im Bereich „Lebendiges Museum“ das „Deutsche Buchbindermuseum e.V.“ und versteht sich als besonderes pädagogisches Konzept. Der Verein „Deutsches Buchbindermuseum“ unterstützt das auf Dauer in der Eifelstadt Prüm angelegte Projekt mit neu erworbenen Werkzeugen und Geräten.

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Lebendiges Museum „Buchbinderei 1600“ offiziell eröffnet

 

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Offizielle Eröffnung durch (v.re.n.li.): Verbandsbürgermeister Bitburg-Prüm Aloysius Söhngen, Projektleiter und Kunstbuchbinder Martinus Janssen, Vorsitzender „Bund Deutscher Buchbinder e.V.“ Maik Beckmann, Vorsitzender „Deutsches Buchbindermuseum e.V.“ Erwin Haßdenteufel, Obermeister der Buchbinderinnung Trier-Saarburg-Bitburg-Prüm Hans Ollinger, Stadtbürgermeisterin Prüm Marlies Weinandy und Hauptsponsor Hinnark Schmedt aus Hamburg. (Foto: Dieter Köppchen)

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